Newsletter TransStar Europa 04/2015

27. 9. 2015

Das Projekt TransStar Europa präsentiert sich in diesem Herbst mit einertransstar Logo
Vielzahl interessanter Veranstaltungen und Publikationen.

In diesem Newsletter (PDF) finden Sie:

Eindrücke von der Lemberger Buchmesse 10. bis 13. September

TransStar und der Literaturzug Regensburg – Pilsen am 26. September

TransStar und der Übersetzungswürfel in Berlin vom  20. bis 22. Oktober

TransStar-Publikationen in Slowenien, der Ukraine und Deutschland

 

Eindrücke von der Lemberger Buchmesse

Im Rahmen der 22. Lemberger Buchmesse fand am 12. September die Präsentation der ukrainischen Anthologie Alle Anderen statt. Dieses Buch ist das Ergebnis der langen, ab und zu schwierigen, aber überaus spannenden Arbeit der deutsch-ukrainischen TransStar-Gruppe an den Texten der deutschen Gegenwartsschriftsteller, die unter Leitung von Jurko Prochasko erfolgte. Während der Lesung präsentierte Ulrike Almut Sandig ihre Erzählung Salzwasser, die ukrainischen TransStar-Übersetzerinnen Olha Kravchuk und Yulia Mykytjuk trugen Auszüge aus ihren Übersetzungen vor.

TransStar und der Literaturzug Regensburg – Pilsen am 26. September

Vom 17. Januar bis 27. September fährt ein Kulturzug von Regensburg nach Pilsen, in dem deutsch-tschechische kulturelle Begegnungen erfolgen. Am 26. September wird die Kultur von der deutsch-tschechischen TransStar-Gruppe mit Martina Lisa, Martin Mutschler, Katka Ringesová und Daniela Pusch gestaltet, die über die von ihnen übersetzten tschechischen Autorinnen und Autoren allerhand aus dem Nähkästchen zu plaudern haben. Der Zug fährt von Deutschland nach Tschechien, die Übersetzungen erfolgen in umgekehrter Reihenfolge: Poetische Texte von Jaromír Typlt, Ondřej Buddeus, Jiří Daníček, Karel Aksamit u.a. werden in ihrer deutschen Übersetzung die Reisezeit kurzweilig gestalten. Abfahrt ist um 10.31 Uhr ab Regensburg, Lyrikfahrkarten gibt es kostenlos im Zug.

TransStar und der Übersetzungswürfel in Berlin 20. bis 22. Oktober 2015

Unter dem Motto Europäische Geschichte(n) erzählen findet vom 20. bis 22. Oktober in Berlin das sechste und letzte Festival in unserem Projekt Übersetzungswürfel – Sechs Seiten europäischer Literatur und Übersetzung statt. Das Festival startet mit einem Festakt zum literarischen Übersetzen am 20. Oktober in der Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung. Mit dabei sind unter anderem Elke Erb, die Lyrik lesen wird, Martin Pollack mit einem Vortrag zum Thema Europäische Lebensläufer und der bosnische Sevdah-Sänger Damir Imamović. Die TransStar-Teilnehmerinnen Ana Dejanović, Katka Ringesová, Daniela Čančar, Yulia Mykytjuk und Zofia Sucharska lesen übersetzte Poesie in fünf Sprachen, Yulia Mykytjuk und Anja Wutej zeigen eine Pantomime zur Faszination und zum Scheitern im Übersetzen, und die TransStar-Teilnehmerin Irena Smodiš wird eine Erwiderung auf Martin Pollacks Rede halten.

Am 21. Oktober wird das Festival in der Literaturwerkstatt Berlin fortgesetzt. Die Lyriker Andrzej Kopacki (Warschau), Veronika Dintinjana (Ljubljana) und Ondřej Buddeus (Prag) sind mit ihren TransStar-Übersetzerinnen und -übersetzern Jakob Walosczyk, Marlena Breuer, Anja Wutej und Martina Lisa unter der Moderation von Dagmar Leupold im Gespräch.

Den Abschluss findet der Übersetzungswürfel am 22. Oktober in der Literaturwerkstatt mit einer deutsch-ukrainischen Performance von Ulrike Almut Sandig und Hryhorij Semenchuk, die ergänzt wird von Lesungen aus drei Jahren TransStar. Die Texte, die unter anderem von Boris Dežulović, Myroslaw Dotschynez, Miklavž Komelj und Radek Fridrich stammen, werden von den TransStar-Teilnehmerinnen und -teilnehmern  Constanze Aka, Stefan Heck, Marlena Breuer, Anna Hodel, Anja Wutej, Katka Ringesová und Martina Lisa präsentiert. Das ausführliche Programm finden Sie unter transstar-europa.com oder unter www.slavistik.uni-tuebingen.de/transstar.html.

TransStar-Publikationen in Slowenien, der Ukraine und Deutschland

Slowenien

Im Oktober 2015 erscheinen im Wissenschaftsverlag der Philosophischen Fakultät in Ljubljana die Übersetzungen der deutsch-slowenischen Gruppe, die im Rahmen des Projektes TransStar Europa entstanden sind. Das Buch wird von Amalija Maček, Tina Štrancar und Tanja Žigon herausgegeben und trägt den Titel Fünf Wege zur Übersetzung (Pet poti do prevoda). Fünf TeilnehmerInnen – fünf Wege, denn jede/r einzelne Teilnehmer/in wurde zwar während der dreijährigen Projektarbeit von der Mentorin Amalija Maček begleitet, jedoch musste sich jede/r alleine mit den Herausforderungen des literarischen Übersetzens und des Kulturmanagements auseinandersetzen. Die in Buchform herausgegebenen Texte, sowohl deutsche Originale als auch Übersetzungen ins Slowenische, sind Geschichten und Romanauszüge, in denen die Vielfalt der gegenwärtigen literarischen Szene im deutschsprachigen Raum zur Geltung kommt. Vertreten sind unter anderem Irena Brežná, Sudabeh Mohafez, Angelika Klüssendorf, ein Auszug aus dem Roman In Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugen Ruge und die im Jahr 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis gekrönte Kurzgeschichte Turksib von Lutz Seiler. Das Buch ist das Ergebnis der innovativen, spannenden, kreativen, aber ab und zu auch  schwierigen Arbeit der  deutsch-slowenischen TeilnehmerInnen Ana Dejanović, Alenka Lavrin, Karmen Schödel, Irena Smodiš und Janko Trupej an den gewählten Texten.

 

Ukraine

Im Mai dieses Jahres erschien im Czernowitzer Verlag Knyhy XXI Maria Ivanytskas Monographie Die Persönlichkeit des Übersetzers in den deutsch-ukrainischen Literaturbeziehungen. Das Buch analysiert den Transfer ukrainischer Literatur in den deutschsprachigen Raum von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart und setzt sich mit soziokulturellen, politischen und persönlichen Kontexten dieses Transfers auseinander. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der Übersetzer: seine sprachliche Persönlichkeit, sein translatorisches Handeln und die Vielfalt seiner sozialen Rollen.

Pünktlich zur Lemberger Buchmesse im September ist der Band mit den ins Ukrainische übersetzten TransStar-Texten im Verlag Krytyka in Kiew erschienen. Das Buch trägt den Titel Alle Anderen und versammelt deutschsprachige Gegenwartsautoren, u.a. Zsuzsanna Gahse, Felicitas Hoppe, Svenja Leiber, Silke Scheuermann, Ralf Rothmann und Katja Lange-Müller. Die Übersetzungen wurden angefertigt von Yulia Mykytjuk, Olha Kravchuk, Olha-Daryna Drachuk, Mykola Lipisivitskyj und Valentyna Bilokrynytska.

Deutschland

Unter dem Titel Geschichte(n) erzählen. Texte aus sieben Ländern erscheint in diesen Tag die Anthologie der Übersetzungen, die im Rahmen des TransStar-Projektes aus dem Ukrainischen, Tschechischen, Polnischen, Kroatischen, Serbischen, Bosnischen und Slowenischen ins Deutsche angefertigt wurden. Kuratiert und herausgegeben wurde der Sammelband von Marlena Breuer, Claudia Dathe, Paul Gruber, Sofia Onufriv, Daniela Pusch und Anja Wutej. Unter den Rubriken Arbeit, Orte und Schmerz versammelt die Anthologie Kurzprosa, Lyrik und Romanauszüge maßgeblicher junger und etablierter Autorinnen und Autoren aus den genannten Ländern, so unter anderem von Jurij Izdryk, Boris Dežulović, Sylwia Chutnik, Ondřej Buddeus, Adisa Bašić und Miklavž Komelj.

Weitere Informationen rund ums Übersetzen,  das Projekt TransStar und den Übersetzungswürfel finden Sie unter: http://transstar-europa.com.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

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Der Übersetzungswürfel wird gefördert durch die

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Newsletter TransStar Europa 3/2015

22. 5. 2015

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Im Hochfrühling geht es weiter mit neuen Veranstaltungen im TransStar-Projekt

In diesem Newsletter finden Sie:

Übersetzungswürfel in Prag – Vom Suchen und Finden der Worte

Netzwerktreffen TransStar Juni 2015

Übersetzungswürfel in Prag – Vom Suchen und Finden der Worte

Nach den Veranstaltungen in Krakau, Stuttgart und Ljubljana rollt der Übersetzungswürfel nach Prag. Vom 4. bis 6. Juni finden an verschiedenen Orten Prags Diskussionen, Lesungen, Konzerte, Interaktionen und Präsentationen zum literarischen Übersetzen, die breite interessierte Öffentlichkeit ansprechen wollen.

In der Debatte Förderpotential Ost-Mitteleuropa tauschen sich am 4. Juni an der deutschen Botschaft in Prag Vertreter der Förderinstitutionen und der Geförderten (Goethe Institut, Österreichisches Kulturforum, Deutsch-tschechischer Zukunftsfonds, Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren, DAAD) über die Politiken und Konzeptionen der Kulturvermittlung, des akademischen Austauschs, der Literatur-Propagation, der Übersetzungsförderung aus. Jindřich Mann liest und diskutiert über sein Verhältnis zu Prag und seiner plurikulturellen Geschichte. Die Prager studentische Theatergruppe Karlstruppe führt in der Baráčnická rychta ihre Montage aus den Texten des Klassikers der Prager deutschen Literatur Kafka auf Kur auf und die tschecho-slowakische Wunder Bar Band stellt ihre Vertonung von Hermann Hesses Steppenwolf vor.

Am 5. Juni gibt es am Philosophicum der Karls-Universität einen Nachmittag mit mehreren Parallelveranstaltungen. Als Revoluzzer und Besserwisser tauschen sich Matthias Jacob und Jurko Prochasko mit den TeilnehmerInnen ihrer Übersetzungswerkstätten über die Generations- und Geschichtsaspekte im Übersetzen. Olaf Kühl und Sława Lisiecka stellen mit ihren WerkstattteilnehmerInnen Dinge, die es hier nicht gibt Fallen und Rebusse insbesondere für die Übersetzung zwischen Deutsch und Polnisch. Im Studentenclub Celetná findet schließlich eine Begegnung statt mit Jan Faktor, der aus seinem Roman Georgs Sorgen um die Vergangenheit liest, und mit Radovan Charvát, dem Übersetzer des Romans ins Tschechische. Wir reden mit ihnen über die besondere Übersetzungskonstellation zwischen zwei tschechischen Muttersprachlern.

Im Prager Goethe Institut spricht am 6. Juni Nachmittag Zsuzsanna Gahse mit ihren Übersetzerinnen Olha Drachuk und Karolina Matuszewska über ihr Unterwegssein in Europa nach eigener Lebenserfahrung und in literarischer Umsetzung. Das Programm schließt der Abend TransSlam?! mit szenischer Lesung deutsch-tschechischer und tschechisch-deutscher Übersetzungen der Werkstattteilnehmer des TransStar Europa mit improvisierten musikalischen Intermezzos im Studentenclub Celetná.

Netzwerktreffen TransStar Juni 2015

Mit dem Übersetzungswürfel findet in Prag das zweite Netzwerktreffen des EU-Projekts TransStar Europa statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Grundlagenschulung in der computergestützen Übersetzung von Tomáš Svoboda, tauschen sich über die Übersetzung der akustischen Dimension der Poesie mit Pavel Novotný, werden von Kateryna Stetsevych in das Projektmanagement eingeführt. Andy Jelčić stellt die Vorteile und Risiken des Freiberuflertum im Bereich des literarischen Übersetzens vor, Małgorzata Różańska und Stefanie Stegmann leiten ein Seminar zum Veranstaltungsmanagement und zur Programmgestaltung.

1. Kiewer Übersetzungsfestival

Vom 12. bis 14. Juni 2015 finden in Kiew das 1. Übersetzungsfestival der Ukraine statt. Im Rahmen dieses Übersetzerfestivals tritt das Projekt TransStar Europa mit zwei Veranstaltungen auf. Am 13. Juni präsentiert Maria Ivanytska ihr Buch Die Persönlichkeit des Übersetzers in den deutsch-ukrainischen Literaturbeziehungen, in dem die Autorin die Rolle von Übersetzern in der Geschichte deutsch-ukrainischer Kulturkontakte vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis dato thematisiert. An demselben Tag setzt sich die deutsch-ukrainische Gruppe mit Lyrik auseinander: in der Veranstaltung Odyssee des Übersetzers zwischen Form und Inhalt diskutieren Yuliya Mykytyuk, Valentyna Bilokrynytska und Mykola Lipisivitskij mit Mark Belorusez über die Herausforderungen der Lyrikübersetzung am Bespiel der Gedichte von Raoul Schrott.

Wer die faszinierenden Bilder des Projektes Camera Obscura – Orte des Übersetzens noch nicht gesehen hat und sich vom 13. bis 14. Juni in Kiew aufhält, hat die Chance, sich diese während des Überseterfestivals anzuschauen.

Weitere Informationen rund ums Übersetzen, das Projekt TransStar und den Übersetzungswürfel finden Sie unter: http://transstar-europa.com.

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Newsletter TransStar Europa 02/2015

3. 4. 2015

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Nach den Ostertagen geht es gleich weiter mit neuen Aktivitäten im TransStar-Projekt

In diesem Newsletter finden Sie:

Eindrücke von der Krakauer TransStar-Werkstatt 25. bis 28. März

TransStar und der Übersetzungswürfel in Ljubljana vom 15. bis 19. April 2015

TransStar  auf der Kiewer Buchmesse Arsenal 22. bis 26. April 2015

 

Eindrücke von der Krakauer TransStar-Werkstatt 25. bis 28. März

im Rahmen unseres TransStar-Workshops in Krakau hatten wir am 27. März in der Villa Decius eine Lesung mit Ziemowit Szczerek. Er hat, moderiert von Magda Wlostowska, ein sehr interessantes Buch über das Verhältnis von Polen zur Ukraine vorgestellt: Przyjdzie Mordor i nas zje, czyli tajna historia Słowian. (Dt. Mordor kommt und frisst uns auf oder eine geheime Geschichte der Slawen). Darin geht es um die Stereotype der Polen gegenüber den Ukrainern. Überhaupt ist Szczereks Auseinandersetzung mit den (mittelost)-europäischen Identitäten facettenreich und sehr von den aktuellen Entwicklungen geprägt. Präsentiert wurde außerdem sein Buch Siódemka (Dt. Die Sieben), eine Reise von Krakau nach Warschau durch die polnische Provinz entlang der Autobahn Nummer sieben.

Am 28. März traten die polnisch-deutsche und die ukrainisch-deutsche Gruppe im Goethe-Institut Krakau mit einem interessanten Programm aus ihren Übersetzungen auf. Die ukrainische Gruppe mit Constanze Aka, Stefan Heck, Nina Hawrylow und Sofia Onufriv bestritt den ersten Teil mit einer szenischen Lesung aus Werken von Myroslaw Dotschynez, Jurij Izdryk und Olexandr Uschkalow. Der Vortrag der Texte war phantastisch – hinterher stellten wir fest, dass der übermäßige Konsum von Alkohol das verbindende Element darstellte.

Im Anschluss rappten Marlena Breuer, Jakob Walosczyk, Katharina Kowarczyk, Magda Wlostowska und Olaf Kühl Texte junger polnischer Autoren, so unter anderem von Dorota Masłowska.  Die amüsante Darbietung hatte nur einen Mangel – das gemeinsame Tanzen im Anschluss war nicht vorgesehen.

TransStar und der Übersetzungswürfel in Ljubljana vom 15. bis 19. April 2015

Unter dem Titel Poetische Grenzüberschreitungen findet vom 15. Bis 19. April der Übersetzungswürfel in Ljubljana statt. Neben den Werkstätten der deutsch-slowenischen, deutsch-ukrainischen und slowenisch-deutschen Gruppe stehen Autorenabende und Veranstaltungen zum Literatur- und Kulturaustausch zwischen Slowenien und den anderen europäischen Ländern auf dem Programm. Mitgestaltet werden die einzelnen Veranstaltungen von TRansStar-Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Den Auftakt bildet am Mittwoch, dem 15. April, die Veranstaltung Gemogeltes und Gekreuztes, wo die TransStar-Teilnehmer nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Slowenischen und Ukrainischen suchen und sich darüber austauschen. Am 16. April wird in der Universität Ljubljana die Ausstellung Camera Obscura – Orte des Übersetzens eröffnet. Des Weiteren stehen unter anderem  eine Lesung mit dem ukrainischen Autor Ostap Slyvynsky und Josef Winkler, eine Veranstaltung zum slowenischen Büchermarkt, ein literarischer Stadtspaziergang und ein Konzert der Gruppe Jazzy.si auf dem Programm. Genaue Veranstaltungshinweise finden Sie hier.

TransStar  auf der Kiewer Buchmesse Arsenal 22. bis 26. April 2015

Mit einer Performance von Ulrike Almut Sandig und der Ausstellung Camera obscura – Orte des Übersetzens präsentiert sich TransStar Europa auf der Kiewer Buchmesse Arsenal vom 22. bis 26. April.

Ulrike Almut Sandig performt am 23. April gemeinsam mit Hryhoryj Semenchuk in der Nacht der Lyrik. Die vorgetragenen Texte wurden von den TransStar-Teilnehmern übersetzt.

Am 24. April wird die Ausstellung Camera obscura – Orte des Übersetzens eröffnet. Bei der Eröffnung präsentieren die ukrainischen TransStar-Teilnehmer zusammen mit dem Krytyka-Verlag ihre Übersetzungen und kündigen das im August erscheinende Buch an.

Weitere Informationen rund ums Übersetzen,  das Projekt TransStar und den Übersetzungswürfel finden Sie unter: http://transstar-europa.com.

 

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Der Übersetzungswürfel wird gefördert von derksb_blau75_0_15_0

 

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Newsletter TransStar Europa 01/2015

6. 3. 2015

Sicher freuen Sie sich auch wie wir alle über den anbrechenden Frühling, in dem unsertransstar Logo

TransStar Europa wieder viele Aktivitäten entfalten wird.

In diesem Newsletter finden Sie:

TransStar auf der Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März

TransStar-Werkstatttreffen Krakau 25. bis 28. März

Fortgang des Projekts „Camera Obscura – Orte des Übersetzens“

CD-Aufnahme „Salzwasser“ von Ulrike Almut Sandig mit Übersetzungen

Übersetzer des Monats

Ausschreibung Promotionsstellen zum Thema „Politik der Translation“ Germersheim

TransStar auf der Leipziger Buchmesse

In diesem Jahr findet die Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März statt. Das EU-Projekt TransStar Europa ist dort mit vier Veranstaltungen vertreten.

In der Veranstaltung Von fremden Höfen und knarzenden Brettern lesen am 12. März, 17.00 bis 18.00 Uhr im Forum OstSüdOst, Halle 4, Stand E 505 Daniela Pusch und Magdalena Becher unter der Moderation von Martina Lisa urbane Poesie und Prosa der tschechischen Autorinnen und Autoren Alena Zemančíková, Jan Balabán, Ondřej Buddeus, Radek Fridrich und Jan Němec. Am Abend des 12. März heißt es 20.00 Uhr im Theater fact Europäische Geschichte erzählen. Und übersetzen. In dieser Kooperationsveranstaltung mit traduki lesen die Gegenwartsautorinnen und Autoren Kateryna Babkina (Ukraine), Miha Mazzini (Slowenien), Milen Ruskov (Bulgarien), Goce Smilevski (Mazedonien), Vladimir Stojsavlević (Kroatien), Faruk Šehić (Bosnien und Herzegowina), Ivana Šojat Kuči (Kroatien) und Saschko Uschkalow (Ukraine). Einige der gelesenen Texte wurden von Constanze Aka, Nina Hawrylow, Evelyn Sturl, Tjaša Šket und Anja Wutej aus dem TransStar-Projekt übersetzt. Die Lesungen werden eingerahmt von Musik von Atilla Aksoj und Jelena Milušiđ.

Im Forum OstSüdOst, Halle 4, Stand E 505 präsentiert am Samstag, dem 14. März, 10.30 bis 11.30 Uhr Kateryna Babkina die im Rahmen des TransStar-Projektes entstandene Videopoesie zu Orten des Übersetzens und kommt unter der Moderation von Schamma Schahadat mit ihrer Übersetzerin Sofia Onufriv ins Gespräch über die Wechselwirkung von Orten, Bildern und Texten.

Am 14. März, 21.00 Uhr, stellt Martina Lisa zusammen mit Lena Dorn in der Schaubühne Lindenfels in der Veranstaltung display.eu – zeitgenössische Poesie aus Tschechien, Deutschland und der Slowakei unter anderem den tschechischen Lyriker Ondřej Buddeus vor.

Als Sonderbeilage zur Leipziger Buchmesse erscheint am 10. März Beton International in der taz. Beton versammelt südslawische Autorinnen und Autoren und präsentiert die Ausgabe in einer Veranstaltung am 12. März, 20.00 Uhr in der nato, Karl-Liebknecht-Straße 37. Zu den Übersetzerinnen und Übersetzern der Ausgabe gehören Evelyn Sturl, Paul Gruber, Maja Konstantinović, Vivian Kellenberger und Anna Hodel.

TransStar-Werkstatttreffen Krakau

Vom 25. bis 28. März findet in der Villa Decius in Krakau das dritte Werkstatttreffen der polnisch-deutschen, der ukrainisch-deutschen und der tschechisch-deutschen Arbeitsgruppen statt. Unter der Leitung von Olaf Kühl, Claudia Dathe und Kristina Kallert arbeiten die Gruppen weiter an ihren Übersetzungen.

Am Freitag, dem 27. März, liest in der Villa Decius im Rahmen des Werkstatttreffens eine der polnische Autor Ziemowit Szczerek.

Am Samstag, dem 28. März, treten 19.30 Uhr die polnisch-deutsche und die ukrainisch-deutsche Gruppe im Goethe-Institut Krakau auf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der polnisch-deutschen Gruppe tragen ihre Übersetzungen polnischer Hiphop-Texte vor, Stefan Heck und Nina Hawrylow setzen Texte der ukrainischen Autoren Jurij Izdryk und Myroslaw Dotschynez in Szene. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie unter: http://www.goethe.de/ins/pl/kra/ver/de14046075v.htm

Fortgang des Projekts „Camera Obscura – Orte des Übersetzens“

Mit Jahresbeginn haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von TransStar ihre Texte und Übersetzungen zu den Lochkamera-Fotos fertiggestellt. Die Texte, Übersetzungen und Fotos zu den Orten des Übersetzens sind nun unter http://transstar-europa.com/category/events/translation_cubes/ online. Außerdem wurden fünfzehn Texte und Fotos für eine Wanderausstellung ausgewählt, die auf den Veranstaltungen des Übersetzungswürfels in Ljubljana, Tübingen und Prag sowie auf der Buchmesse Arsenal Kiew zu sehen sein wird. Der Ideengeber der Lochkamera-Kunst Przemek Zajfert hat die Fotos und die Texte zusammen mit einer Ankündigung der Ausstellung in Ljubljana ebenfalls auf seiner Homepage veröffentlicht: http://zajfert.de/camera-obscura-orte-des-uebersetzens.

CD-Aufnahme „Salzwasser“ von Ulrike Almut Sandig mit Übersetzungen

Zu Jahresbeginn wurde auch CD mit der Installation „Salzwasser“ von Ulrike Almut Sandig produziert. In der Installation hat die Autorin zusammen mit Sebastian Reuter die Erzählung und Ausschnitte aus den Übersetzungen musikalisch verarbeitet. Die CD enthält neben Sandigs Installation auch die Aufnahmen aller fünf im Rahmen von TransStar entstandenen Übersetzungen. Interessenten können mit einer E-Mail an Zinaida Hasich (zinayida.hasich@student.uni-tuebingen.de) die CD kostenlos bestellen.

Übersetzer des Monats

In diesem Monat lesen Sie unter http://transstar-europa.com/stefan-vevar einen Beitrag über den Übersetzer Štefan Vevar, der aus dem Deutschen ins Slowenische übersetzt und unter anderem Goethe, Schiller, Ransmayr und Musil übertragen hat. Im April 2015 wird er Gast auf dem Übersetzungswürfel-Festival in Ljubljana sein.

Ausschreibung von Promotionsstellen zum Thema „Politik der Translation“ Germersheim

Der Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Germersheim schreibt fünf Promotionsstipendien zum Thema „Politik der Translation“ aus. Die Doktoranden werden in einem Doktorandenkolleg zusammenarbeiten. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 14. März 2015 einzureichen. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.ftsk.uni-mainz.de/pdf/Ausschreibung_Politik_der_Translation.pdf

Weitere Informationen rund ums Übersetzen,  das Projekt TransStar und den Übersetzungswürfel finden Sie unter: http://transstar-europa.com.

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Newsletter TransStar Europa 4/2014

14. 12. 2014

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Newsletter 04/2014

Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende, und mit diesem Newsletter wollen wir Sie Anteil nehmen lassen an den Aktivitäten im Herbst 2014 und Ihnen schon einen Vorgeschmack auf die Veranstaltungen im kommenden Jahr geben.

In diesem Newsletter finden Sie

Veranstaltungen im Herbst 2014 – Rückblick

Neue Übersetzungen in Lichtungen

Kongress „Werte und Wandel. Zukunftsentwürfe für Kultur und Zivilgesellschaft in der Ukraine, Belarus, Moldau und Georgien“

Veranstaltungen 2015 – Ausblick 1. Jahreshälfte 2015

Übersetzer des Monats November und Dezember

Übersetzerinnen und Übersetzer in LICHTUNGEN

Veranstaltungen im Herbst 2014 – Rückblick

Vom 24. bis 28. September fand die zweite Runde der Übersetzungswerkstätten von TransStar Europa statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich in Ustí nad Labem, Stuttgart und Zagreb. Neben den Textwerkstätten standen auch Informationen zum Literaturbetrieb in den einzelnen Ländern, eine Weiterbildung in Präsentation und Moderation sowie die Information über verschiedene Stipendien- und Förderprogramme auf dem Plan. An allen drei Orten wurden auch Lesungen mit Gegenwartsautoren durchgeführt.

In Ustí nad Labem moderierte Kristina Kallert am 26. September eine Veranstaltung mit Radka Denemarková. Neben einer Lesung aus ihrem Roman Ein herrlicher Flecken Erde wurden der Schreibstil der Autorin, aber auch ihre Haltung zum Übersetzen thematisiert. Sie selbst fordert für den Übersetzer eine maximale schöpferische Freiheit. Auch ihre Lektüreerfahrungen mit Herta Müller waren Gegenstand der Diskussion.

In Zagreb wurden von Vertretern des Goethe-Instituts und der Gesellschaft der kroatischen Literaturübersetzer am 25. September verschiedene Förderprogramme und Werkstätten für Übersetzer vorgestellt. Roman Simić Bodrožić vom Verlag Fraktura sprach über den Literaturbetrieb in Kroatien und gab Einblicke in die konkrete Verlagsarbeit.

In Stuttgart bot der Übersetzungswürfel Gelegenheit, an fünf aufeinanderfolgenden Tagen Literatur und ihre Übersetzung in unterschiedlichsten Formaten zu genießen. Besonders unterhaltsam und aufschlussreich war die Shakespeare-Performance von Frank Günther, in der er 25 Jahre Arbeit an der Übersetzung von Shakespeares Stücken zu verschiedenen Episoden verarbeitet hat. Alle Freunde des sozialkritischen Rock kamen im Konzert des ukrainischen Lyrikers Serhij Zhadan mit seiner Band Sobaky v kosmosi auf ihre Kosten. Die TransStar-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer der ukrainischen und slowenischen Gruppen präsentierten zum Abschluss ihre Literaturen und Übersetzungen in einer Dielenlesung.

Weitere Berichte zu den Veranstaltungen finden Sie auf der Internetseite von TransStar unter http://transstar-europa.com/category/events/work-shops.


Neue Übersetzungen in LICHTUNGEN

In der Oktobernummer der Zeitschrift Lichtungen sind weitere Übersetzungen der TransStar-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer erschienen.

Tjaša Šket stellt den tragikomischen Roman Spielen von Stanka Hrastelj vor, in dem die Protagonistin allmählich den Bezug zur realen Welt verliert und Alltäglichkeiten bedrohliche Ausmaße annehmen, und präsentiert einen Ausschnitt in deutscher Übersetzung. Die polnische Autorin Sylwia Chutnik, die mit ihrem Roman Dzidzia im Januar auf dem Netzwerktreffen in Krakau zu Gast war, wird von Magda Wlostowska ins Deutsche übersetzt. Ein Auszug aus ihrer Übersetzung ist ebenfalls in Lichtungen erschienen. Melanie Foik präsentiert in der Oktobernummer einen Auszug aus dem Roman Turulgulasch von Krzysztof Varga, in dem der polnische Romancier und Essayist einen Streifzug durch Ungarn, das Herkunftsland seines Vaters, unternimmt. Martin Mutschler hat den Lyriker Jaromir Typlt übersetzt und stellt eine Auswahl an Gedichten vor. In der Übersetzung von Maja Konstantinović lesen Sie einen Auszug aus dem Roman Das Haus von Damir Karahaš.

Die Ausschnitte sind online unter http://transstar-europa.com/category/events/translation/.

Kongress „Werte und Wandel. Zukunftsentwürfe für Kultur und Zivilgesellschaft in der Ukraine, Belarus, Moldau und Georgien“

Vom 11. Bis 13. Dezember findet in Berlin der Kongress „Werte und Wandel. Zukunftsentwürfe für Kultur und Zivilgesellschaft in der Ukraine, Belarus, Moldau und Georgien“ statt. In Podien und Workshops wird der Frage nachgegangen, inwieweit zivilgesellschaftliches Engagement neue Impulse für die gesellschaftlichen Aufgaben in den europäischen Ländern in den kommenden Jahren geben kann und inwieweit der angestoßene Umbau in der Ukraine durch neue zivilgesellschaftliche Strukturen gefestigt werden kann. Auch die Rolle von Literatur für die Umgestaltung der Gesellschaften wird einbezogen. Es treten unter anderem auf: Prof. Dr. Karl Schlögel, Serhij Zhadan, Irakli Kakabadze, Mariana Sadowska und Nicoleta Esinencu. Mit Constanze Aka, Sofia Onufriv und Stefan Heck sind auch drei TransStar-Teilnehmer am Kongress beteiligt. Weitere Informationen zum Kongress unter: www.valuesandchange.de

Veranstaltungen 2015 – Ausblick 1. Jahreshälfte

Das neue Veranstaltungsjahr startet für das Projekt TransStar Europa mit der Leipziger Buchmesse vom 12. bis 15. März 2015. In Kooperation mit TRADUKI wird TransStar Europa mit mehreren Autoren und Übersetzern in Leipzig vertreten sein.

Vom 25. bis 28. März treffen sich die polnisch-deutsche, die ukrainisch-deutsche und die tschechisch-deutsche Arbeitsgruppe zu ihrem dritten Workshop in Krakau. Geplant ist hier neben der Werkstattarbeit auch eine Rap-Performance.

Im April gastiert TransStar Europa in Ljubljana und Kiew. Vom 16. bis 19. April finden in Ljubljana die Werkstätten für die deutsch-ukrainische sowie die beiden slowenischen Gruppen statt. Außerdem präsentiert sich das Projekt in verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen des Übersetzungswürfels dem Publikum der Stadt. Eingeladen sind unter anderem der ukrainische Lyriker Ostap Slyvynsky, der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler und der renommierte slowenische Übersetzer Aleś Berger. In Kiew werden sich Übersetzerinnen und Übersetzer von TransStar zwischen dem 22. und 26. April an der Kiewer Buchmesse Arsenal beteiligen.

Vom 6. bis 9. Mai treffen sich in Tübingen die deutsch-tschechische, die deutsch-polnische und die beiden kroatischen Gruppen zu ihrer Werkstattarbeit. Begleitet wird die Werkstattarbeit ebenfalls von einem breiten literarischen Programm für die Tübinger Öffentlichkeit im Rahmen des Übersetzungswürfels, in dem unter anderem Maja Haderlap, Elke Erb und Ilma Rakusa auftreten werden.

Das gesamte TransStar-Netzwerk mit allen Teilnehmern, Mentoren und Organisatoren trifft sich zum 2. Netzwerktreffen vom 4. bis 7. Juni in Prag. Hier stehen Veranstaltungen zum Kulturmanagement auf dem Programm, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der tschechischen Gruppe werden ihre Übersetzungen vorstellen. Geplant ist außerdem eine Lesung mit Jan Faktor und ein Auftritt von Jaroslav Rudiš mit seiner Kafka-Band.

Übersetzer des Monats November und Dezember

Auf unserer Internetseite finden Sie im Monat November ein Porträt des Übersetzers Heinrich Kunstmann, der unter anderem die polnischen Autoren Witold Gombrowicz und Witkacy ins Deutsche übersetzt und etliche kommentierte Anthologien polnischer Literatur herausgegeben hat. Im Dezember wird Barbara Antkowiak (1933–2004), eine der wichtigsten ÜbersetzerInnen der serbokroatischen Literatur porträtiert, die unter anderem Miroslav Krleža ins Deutsche übertragen hat.

Die Porträts sind zu lesen unter: http://transstar-europa.com/barbara-antkowiak/

Übersetzerinnen und Übersetzer in den LICHTUNGEN

Tjaša Šket

Studierte Übersetzungswissenschaft (Englisch, Deutsch, Slowenisch) an der Abteilung für Translationswissenschaft der Philosophischen Fakultät Ljubljana. Anschließend schloss sie 2013 den Masterstudiengang Konferenzdolmetschen (Deutsch, Englisch, Slowenisch) am Institut für theoretische und angewandte Translationswissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz ab. Während des Studiums verbrachte sie im Rahmen unterschiedlicher Stipendien und Projekte (DAAD, Erasmus, DGT-Übersetzungspraktikum) mehrmonatige Aufenthalte in Berlin, England und Luxemburg. Sie arbeitet als freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin für Deutsch und Englisch.

Melanie Foik

Studierte nach einer Ausbildung als Krankenschwester Regionalstudien Ostmitteleuropa, Germanistik und Polonistik/ Osteuropäische Kulturstudien in Münster und Krakau. Im Studienjahr 2010/11 war sie DAAD-Sprachassistentin an der Universität Czernowitz, seit 2012 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Slavisch-Baltischen Seminar der Universität Münster.

Magda Wlostowska

Hat von 2004 bis 2012 Politikwissenschaften, Ost- und Südosteuropawissenschaften sowie Polonistik an der Universität Leipzig studiert. Während des Studiums absolvierte sie verschiedene Praktika und Tätigkeiten, u.a. bei der Heinrich-Böll-Stiftung Warschau und in der Forschungsgruppe „Wege der Rechtsfindung“ am Institut für Slavistik der Universität Leipzig. Danach war sie am Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig tätig. Seit 2010 ist sie staatlich geprüfte Übersetzerin für Polnisch. Im Rahmen des TransStar-Projektes übersetzt sie aus dem Roman „Dzidzia“ von Sylwia Chutnik.

Martin Mutschler

Martin Mutschler, 1986 in Stuttgart geboren, hat Romanistik, Slavistik und Kunstgeschichte in Tübingen und Prag studiert und arbeitet am Theater, schreibt über Kultur und übersetzt. Im Winter 2011/12 war er Praktikant bei der Europäischen Kulturhauptstadt 2015 in Pilsen, seither ist er im Vorstand der GFPS-CZ tätig. Und sonst? Es interessiert ihn alles um die Kultur und in der Kultur. Wichtig ist ihm Musik, vielleicht rührt daher die Vorliebe für Lyrik oder die Sprachwelt eines Bohumil Hrabal.

Maja Konstantinović

Geboren 1989 in Vukovar. 1993 Flucht nach Bruchköbel, Hessen. Nach erfolgreichem Bachelorstudium in Slavistik und Politikwissenschaft in Tübingen studiert sie den Masterstudiengang Literatur- und Kulturtheorie. 2008 war sie Teilnehmerin bei „Translators in Residence“, einem Projekt  des Slavischen Seminars der Universität Tübingen. 2009 sammelte sie erste Erfahrungen beim Übersetzen durch die Übertitelung des Theaterstücks „Sieben Tage in Zagreb“ von Tena Štivičić, das im Rahmen des Theaterprojekts „Orient-Express“ am Staatstheater Stuttgart aufgeführt wurde. Momentan ist sie Organisatorin einer  Podiumsdiskussion, die transkulturelle Fragestellungen zum Thema „Versprachlichung von Kultur als Übersetzungsprozess“ erörtert.


Wir wünschen allen Mitgliedern des TransStar-Netzwerks und allen Literatur- und Übersetzungsinteressierten frohe Weihnachten, erholsame Tage zwischen den Jahren und ein erfolgreiches Jahr 2015.

Weitere Informationen rund ums Übersetzen, das Projekt TransStar und den Übersetzungswürfel finden Sie unter: http://transstar-europa.com.

Der Newsletter in der jeweiligen Landesprachen ist als Download abrufbar:

Ukrainisch
Slowenisch
Polnish
Kroatisch
Tschechisch


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Newsletter TransStar Europa 3/2014

7. 9. 2014

Projekt TransStar Europa
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Wir hoffen, dass alle einen schönen Sommer hatten, und freuen uns nun auf den Fortgang des Projekts TransStar Europa im Herbst 2014.

In diesem Newsletter finden Sie

Veranstaltungen im Herbst 2014

Aktuelle Publikationen

Projekt „Lochkamera“

Übersetzer des Monats

Diamantenschliff – Wettbewerb für Literaturübersetzer in Polen

 

Veranstaltungen im Herbst 2014

Buchmesse Lwiw

Vom 11. bis 14. September findet in Lwiw das Verlegerforum, die wichtigste ukrainische Buchmesse, statt. Trotz der schwierigen politischen und gesellschaftlichen Lage aufgrund der russländischen Invasion im Osten des Landes wollen die ukrainischen Verleger und Autoren auch in diesem Jahr die wichtigsten Neuerscheinungen präsentieren und mit einem umfangreichen Programm der Literatur Raum geben.

Das EU-Projekt TransStar Europa ist ebenfalls auf der Buchmesse in Lwiw vertreten. Am 11. September, 17.00 Uhr, moderiert Maria Ivanytska die Veranstaltung „Übersetzer auf den Barrikaden: zivilgesellschaftlicher Protest“. Sie spricht mit Andrij Bondar, dem Begründer des Informations- und Übersetzerdienstes eurolution, und mit Claudia Dathe, der Mitherausgeberin des Bandes Majdan! Ukraine, Europa über Formen des zivilgesellschaftlichen Protests von Übersetzern.

Übersetzungswerkstätten im September

Vom 24. bis 28. September treffen sich die TransStar-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer zu ihrer zweiten Übersetzungswerkstatt. In Stuttgart arbeiten unter der Leitung von Jurko Prochasko, Amalija Maček und Claudia Dathe die deutsch-ukrainische, die deutsch-slowenische und die ukrainisch-deutsche Gruppe. In Ustí nad Labem treffen sich die deutsch-polnische, die polnisch-deutsche, die deutsch-tschechische und die tschechisch-deutsche Gruppe mit ihren Werkstattleitern Sława Lisiecka, Olaf Kühl, Radovan Charvát und Kristina Kallert. In Zagreb kommen die slowenisch-deutsche, die deutsch-kroatische und die kroatisch-deutsche Gruppe zusammen und arbeiten mit ihren Leitern Erwin Köstler, Andy Jelčić und Matthias Jacob. Während der Werkstätten finden auch literarische Veranstaltungen für die Öffentlichkeit statt.

Aller Liebe Anfang – Übersetzungswürfel in Stuttgart

Nach Krakau im Januar rollt der Übersetzungswürfel des EU-Projekts TransStar Europa nun nach Stuttgart. Im Literaturhaus Stuttgart treffen vom 24. bis 28. September 2014 Autoren, Übersetzer, Performance-Künstler und Musiker aus fünf europäischen Ländern zusammen und bilden mit ihren Darbietungen ein Geflecht europäischer Literatur-, Übersetzungs-, Musik- und Performancekunst.

Zum Auftakt liest am 24. September Judith Hermann aus ihrem neuen Roman Aller Liebe Anfang und spricht mit ihrem ukrainischen Übersetzer Jurko Prochasko über das Lesen diesseits und jenseits von Mitteleuropa. Am 25. September unternehmen die Zuhörer eine Reise nach Polen zu der renommierten polnischen Autorin Olga Tokarczuk. Die Balkan-Expertin und Autorin Alida Bremer tritt als Moderatorin in einen Dialog mit der Autorin über ihren Thriller Der Gesang der Fledermäuse. Die Veranstaltungen am darauffolgenden Tag gibt dem Publikum Gelegenheit, die Kunst der Übersetzung von mehreren Seiten aufzunehmen. Neben einer Shakespeare-Übersetzungsperformance von Frank Günther sehen die Besucher Videopoesie der ukrainischen Autorin und Videokünstlerin Kateryna Babkina, hören eine Übersetzungsinstallation von Ulrike Almut Sandig zu ihrem Text Salzwasser, sammeln spektakuläre Übersetzungsfragen und betrachten Lochkamerafotos zum Thema „Orte des Übersetzens“ der Teilnehmer des EU-Projekts. Die „kühnste Stimme der jungen ukrainischen Literaturszene“ (NZZ) Serhij Zhadan und seine Band „Sobaky v kosmosi“ präsentieren am Samstag, dem 27. September, Ska-Musik mit Gedichten über den Alltag der Ukraine mit seiner Mischung aus postsowjetischen Mechanismen, allgegenwärtiger Korruption und virtuoser Improvisationskunst. Das Festival beschließt am Sonntag eine Salonlesung mit slowenischen, ukrainischen und deutschen Teilnehmern des EU-Projekts unter Moderation der slowenischen Autorin und Übersetzerin Amalija Maček.

Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen, Uhrzeiten und Eintrittspreise finden Sie unter http://transstar-europa.com/category/events/translation_cubes/ oder unter http://www.literaturhaus-stuttgart.de/.

Das Projekt Übersetzungswürfel: Sechs Seiten europäischer Literatur und Übersetzung wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, der Robert Bosch Stiftung und dem Programm für lebenslanges Lernen der Europäischen Union.

Karl-Markus Gauß und Zoran Ferić in Zagreb

Am 25. September 2014 werden in dem beliebten Zagreber Literaturklub Booksa Zoran Ferić, einer der meistgelesenen gegenwärtigen kroatischen Schriftsteller und Kolumnisten, und sein Übersetzer Klaus Detlef Olof sowie der bekannte Salzburger Schriftsteller, Essayist, Kritiker und Herausgeber der Zeitschrift „Literatur und Kritik“  Karl-Markus Gauß gemeinsam mit seinem Übersetzer Boris Perić auftreten. Gauß wird dabei unter anderem aus seinem Roman Die sterbenden Europäer lesen, der 2010 mit dem Albert-Goldstein-Preis ausgezeichnet wurde. Die Veranstaltung wird von Dr. Milka Car Prijić, Leiterin der Abteilung für Germanistik der Philosophischen Fakultät der Universität Zagreb, moderiert.

Lesung mit Radka Denemarková in Ustí nad Labem

Am 26. September, 20.00 Uhr, findet am Collegium Bohemicum im Rahmen des 2. TransStar-Übersetzungsworkshops eine Veranstaltung mit der tschechischen Autorin Radka Denemarková statt. In Lesung und Gespräch wird die Autorin über ihr Schreiben im Kontext der aktuellen tschechischen Literatur sprechen.

Aktuelle Publikationen

In der Augustnummer der Zeitschrift Lichtungen sind weitere Übersetzungen der TransStar-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer erschienen.

Kateřina Ringesová übersetzte aus dem Tschechischen die Erzählung Das Konzert von Michal Ajvaz. Der kroatische Autor Dalibor Šimpraga wird mit seiner Erzählung Die Kontrolle trifft keinen anderen in der Übersetzung von Vivian Kellenberger vorgestellt. Jakob Walosczyk präsentiert einen Auszug aus dem Roman Unersättliche Dinge des polnischen Autors Andrzej Czcibor-Piotrowski. Aus dem Ukrainischen übersetzt lesen wir einen Auszug aus dem Essay Lwiw: Sequenzen einer Psychose von Jurij Izdryk, übersetzt von Stefan Heck. Anja Wutej, Übersetzerin aus dem Slowenischen, hat einen Auszug aus dem Roman Liebe in der Luft von Jani Virk übersetzt. Die Ausschnitte sind online unter http://transstar-europa.com/category/events/translation/.

Projekt „Lochkamera

Der Fotokünstler Przemek Zajfert verfolgt seit Jahren ein interessantes Projekt, das den Namen Camera Obscura trägt. Es geht dabei darum, mit einer einfachen Lochkamera interessante Objekte aufzunehmen und so zu künstlerischen Eindrücken zu gelangen. Das Projektteam von TransStar Europa hat diese Idee aufgegriffen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Werkstattleiterinnen und Werkstattleiter gebeten, je einen Ort, der für sie eng mit dem eigenen Übersetzen verbunden ist, mit der Lochkamera einzufangen. Dabei sind bereits sehr schöne Aufnahmen entstanden, die Sie unter http://www.zajfert.de/der_7_tag/archiv/index.php?/category/60 ansehen können. In einem nächsten Schritt sollen zu den Bildern und zur eigenen Übersetzungsarbeit auch Texte entstehen.

Übersetzer des Monats August und September

Im Monat August lesen Sie ein Porträt des ukrainischen Autors Mykola Lukasch, in dem auf seine schwierige Lage zu Zeiten des Sowjetsystems Bezug genommen wird. Im September finden Sie ein Interview mit der kroatischen Übersetzerin Latica Bilopavlović Vuković, die zeitgenössische deutsche Autorinnen und Autoren wie Daniel Kehlmann, Ilma Rakusa und Zsuzsa Bánk ins Kroatische übersetzt und in dem Interview unter anderem über ihren ganz individuellen Übersetzungsprozess spricht.

Den Artikel finden Sie hier. Das nächste Porträt erscheint Anfang Oktober.

Diamantenschliff – Wettbewerb für Literaturübersetzer in Polen

Die Goethe-Institute in Warschau und Krakau, das Österreichische Kulturforum in Warschau, das Polnische Institut in Berlin und die Abteilung für Literatur und Kultur Deutschlands, Österreichs und der Schweiz der Universität Łódź schreiben einen Wettbewerb für die beste Übersetzung eines Werks der deutschen und  österreichischen Literatur ins Polnische aus. Der Wettbewerb richtet sich an angehende Literaturübersetzer und –übersetzerinnen, die bereits über eigene Veröffentlichungen verfügen. Die Veranstalter stellen vier Prosatexte zur Wahl, von denen zwei ausgewählt, übersetzt und an folgende Adresse geschickt werden sollen: konkurs@literatur.pl. Einsendeschluss ist der 15. November 2014. Weitere Informationen sowie die zu übersetzenden Texte finden Sie unter www.literatur.pl. Prämiert werden die Gewinner mit zwei Residenzstipendien, belletristischen Werken und Veröffentlichungen in der elektronischen Ausgabe der Zeitschrift RADAR.

Übersetzerinnen und Übersetzer in den LICHTUNGEN

Kateřyna Ringesová

Katka Ringesová, geboren 1980 in Planá, hat in Pilsen und Regensburg studiert und gearbeitet, 2011 zog sie nach Berlin um. Dort kümmert sie sich um Übersetzungen und einsame Herzen in der Online-Branche und unterrichtet Kinder aus deutsch-tschechischen Familien (Mateřídouška e. V.). Das Übersetzen ermöglicht ihr, wunderschöne Bilder in scheinbar einfachen Texten zu entdecken und durch die Arbeit mit Sprache zum eigenen Ausdruck zu finden. Der erste Schritt der Entdeckungsreise ist bereits getan (Übersetzung von František Langers Mein Bruder Jiří), weitere folgen.

Jakob Walosczyk

Jakob Walosczyk, geboren 1981, übersetzt aus dem Polnischen und Russischen. Aufgewachsen in Schlesien und Schwaben, seit einiger Zeit in Franken daheim. Spricht trotzdem nur Hochdeutsch. Arbeitet seit dem Abschluss in Slavistik und Anglistik als Dozent für Deutsch als Fremdsprache und lebt in Bamberg.

Vivian Kellenberger

Vivian Alida Kellenberger (geb. 1978) studierte Slavistik und Osteuropastudien an den Universitäten Fribourg, Bern, Moskau (RGGU) und Zagreb. Sie übersetzte für die Delegationen des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes in Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Serbien und war mehrere Jahre als Übersetzerin für die Botschaft der Republik Kroatien in Bern tätig. Sie unterrichtet seit 2009 Kroatisch an privaten Sprachschulen in Zürich und Bern und arbeitet seit 2011 am Institut für slavische Sprachen und Literaturen in Bern, wo sie unter anderem Lesungen mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus dem ehemaligen Jugoslawien organisiert. Der Stein und der Hund. Ćamil Sijarić (aus dem Serbokroatischen von Vivian Kellenberger). Variations. Literaturzeitschrift der Universität Zürich. „Diskontinuität“. 15/2007. S. 259-266.

Anja Wutej

Anja Wutej ist zweisprachig, slowenisch und deutsch, aufgewachsen. Sie absolvierte ihr Studium an der Abteilung für Translationswissenschaft der Philosophischen Fakultät (Universität Ljubljana) und studierte danach noch an der Fakultät für Sicherheitswesen (Universität Maribor). Während des Studiums erhielt sie verschiedene Stipendien (Erasmus, DAAD, das slowenische staatliche Zois-Stipendium für begabte Studierende) und verbrachte ein Semester in Lissabon und einen Monat in Berlin. Sie nahm auch an verschiedenen Projekten teil (Übersetzungen für HALMA, Poetikon und das Universitätskulturzentrum UNIKUM Klagenfurt). In ihrer Freizeit ist sie Schauspielerin, Filmemacherin, Sängerin und Bastlerin.

Stefan Heck

Stefan Heck, geboren 1987 in São Paulo, Brasilien, lebt seit 1990 in Deutschland. Er hat in Tübingen und Warschau Slavistik und BWL studiert. Neben seiner Hauptsprache, dem Polnischen, verliebte er sich 2009 auf einem Sommerkurs ins Ukrainische. Seit 2013 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Slavischen Seminar der Universität Tübingen und promoviert dort zum Aspekt in den slavischen Sprachen.

Weitere Informationen rund ums Übersetzen,  das Projekt TransStar und den Übersetzungswürfel finden Sie unter: http://transstar-europa.com.

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Newsletter TransStar Europa 2/2014

7. 3. 2014

Ukraine, Leipziger Buchmesse und neue Publikationen
TransStar im März 2014
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Lesen für die Ukraine

Nachdem der ehemalige ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch im November 2013 das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht unterzeichnet hat, ändert sich die politische Lage in der Ukraine rasend schnell: Nach den wochenlangen Demonstrationen auf dem Majdan in Kiew und mehreren Räumungsversuchen durch die Sicherheitskräfte eskalierte Mitte Februar die Gewalt, Janukowytsch wurde gestürzt; am ersten Märzwochenende wurde in einer völkerrechtswidrigen Invasion die Halbinsel Krim von russischen Armeeeinheiten besetzt.

Die Besetzung der Krim ist ein Angriff auf die Souveränität der Ukraine, und wir möchten als Projektteam von TransStar Europa dagegen auf das schärfste protestieren.

Wir möchten Solidarität mit der Demokratiebewegung in der Ukraine und mit unseren ukrainischen Projektpartnern sowie unseren ukrainischen Projektteilnehmerinnen und – teilnehmern zum Ausdruck bringen. Deshalb werden wir, beginnend ab 10. März, auf der Facebook-Seite unseres Projekts jeden Tag ein Gedicht eines ukrainischen Autors und die deutsche Übersetzung dazu veröffentlichen.

Besuchen Sie die Facebookseite.

Publikationen

Majdan_Titelseite

In diesen Tagen erscheint im Berliner Verlag edition.fototapeta die Flugschrift Majdan! Ukraine, Europa, herausgegeben von Claudia Dathe und Andreas Rostek. Das Buch versammelt Stimmen ukrainischer Intellektueller, Autoren und Historiker zu den aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und ihren historischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Ebenso zu Wort kommen westeuropäische Politiker, Soziologen und Historiker, die die Lage aus ihrer Sicht analysieren. An der Textzusammenstellung und Übersetzung sind unsere Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer der ukrainisch-deutschen Gruppe Nina Hawrylow, Constanze Aka, Sofia Onufriv und Stefan Heck beteiligt.


Veranstaltungen im März

Mittwoch, 12. März 2014, 19.00 Uhr

Buchpräsentation und Diskussion: Majdan! Ukraine, Europa

Der Schriftsteller Juri Andruchowytsch meint lapidar: „Wenn wir uns für Europa einsetzen, geht es dabei auch um unsere Souveränität. Um die Menschenrechte und um die Freiheit. Das sind nicht nur schöne Worte, das ist die nackte Wahrheit…“ Augenzeugen, Schriftsteller/innen, Dichter/innen und Intellektuelle aus der Ukraine haben ihre Texte zusammengetragen zu einer „Geschichtsschreibung des Augenblicks“ – ein in kurzer Zeit zusammengestelltes Buch, das persönliche Erlebnisse schildert, die Lebensverhältnisse im Land beschreibt und einen Blick auf die Geschichte wirft. Die Diskussion mit den drei Autor/innen des Bandes nimmt die aktuelle Lage nach der Besetzung der Krim durch Russland in den Blick und geht auch auf historische Zusammenhänge im Verhältnis zu Russland ein.

Lesung und Gespräch mit Andrij Ljubka, Autor (Warschau/Ushgorod), Yevgenia Belorusets, Autorin und Fotokünstlerin (Kiew/Berlin), Andrij Portnov, Historiker (Berlin/Dnipropetrowsk) und Kyryl Savin, Heinrich-Böll-Stiftung (Kiew)

Moderation: Walter Kaufmann, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Ort: Heinrich Böll Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin


Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse 13.-16. März 2014
(Programm zum Downloaden)

An drei aufeinanderfolgenden Tagen lesen Teilnehmerinnen des EU-Projekts TransStar Europa Texte von zeitgenössischen Autorinnen und Autoren, die im heutigen Europa ihre Geschichte erzählen. Eine Geschichte von Identität und Heimatlosigkeit, Entwurzelung, Fremde, Neubeginn, von Grenzen, ihren Verschiebungen und Überschreitungen.

Donnerstag, 13. März, 15.00 Uhr – 16.00 Uhr

TransStar-Lesung am Kroatischen Stand (I) – Surrealistisches

Magda Wlostowska und Katharina Kowarczyk lesen Ausschnitte aus den Werken:

Die Rückkehr des alten Warans von Michael Ajvaz (Tschechien) in der Übersetzung von Katka Ringesová

Der 2-Gigabyte-Stick von Jurij Izdryk (Ukraine) in der Übersetzung von Constanze Aka

Bestiarium von Tomasz Różycki (Polen) in der Übersetzung von Marlena Breuer

Balladynen und Romanzen von Ignacy Karpowicz (Polen) in der Übersetzung von Katharina Kowarczyk

Ort: Stand des Kroatischen Kultusministeriums, Halle 4, D 402

Freitag, 14. März, 14.00 Uhr – 15.00 Uhr

Buchpräsentation und Diskussion: Majdan! Ukraine, Europa

Die ukrainischen Autoren Serhij Zhadan (Charkiw) und Oksana Forostyna (Kiew) stellen den Band Majdan! Ukraine, Europa vor und diskutieren über die gegenwärtige Lage in der Ukraine.

Lesung und Gespräch mit Serhij Zhadan, Autor, Charkiw (Ukraine) und Oxana Forostyna, Autorin und Soziologin, Kiew (Ukraine)

Moderation: Claudia Dathe, EU-Projekt TransStar Europa (Tübingen)

Ort: Stand der Ukrainischen Verleger und der Lemberger Buchmesse, Halle 4 E 506

Freitag, 14. März, 15.00 – 16.00 Uhr

TransStar-Lesungen am Kroatischen Stand (II) – Europäische Geschichte als Familiengeschichte

Sofia Onufriv, Maja Konstantinović und Martina Lisa lesen Ausschnitte aus den Werken:

 Zinandali von Myroslaw Dotschynez (Ukraine) in der Übersetzung von Nina Hawrylow

Scheiß doch auf die tausend Dinar von Boris Dežulović (Kroatien) in der Übersetzung von Maja Konstantinović

Die Deutschen. Geografie eines Verlustes (Tschechien) von Jakuba Katalpa in der Übersetzung von Martina Lisa

 Ort: Stand des Kroatischen Kultusministeriums, Halle 4, D 402

Samstag, 15. März, 15.00 – 16.00 Uhr

TransStar-Lesungen am Kroatischen Stand (III) – Europäische Geschichte als Erinnerungsgeschichte

Franziska Mazi und Maja Konstantinović lesen Ausschnitte aus den Werken:

Die Teekanne mit dem chinesischen Kaiser von Dzwinka Matijasch (Ukraine) in der Übersetzung von Constanze Aka

Gulasz z turula von Krzysztof Varga (Polen) in der Übersetzung von Melanie Foik

Rosen von Stanja Hrastelj (Slowenien) in der Übersetzung von Tjaša Šket

Ort: Stand des Kroatischen Kultusministeriums, Halle 4, D 402

Sonntag, 16. März, 11.00 – 12.00 Uhr

Europäische Geschichte erzählen – literarische Perspektiven aus fünf Ländern

Wie erzählen Autorinnen und Autoren im heutigen Europa ihre Geschichte? Eine Geschichte, die geprägt ist von gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Umbrüchen, von wechselnden Ideologien und unbeschreiblichen Einzelschicksalen. Ihre Texte zeigen Menschen inmitten von Gewalt und Gleichgültigkeit, Entfremdung und Enge, Konfrontation und Verzweiflung, aus denen ein Mosaik europäischer Lebensbilder im 20. und 21. Jahrhundert entsteht.

Martina Lisa, Christian Nastal und Schamma Schahadat vom EU-Projekt „TransStar Europa“ stellen Daniel Odija vor, lesen Textauszüge und geben Einblicke in die transkulturellen Verflechtungen des alten Kontinents.

Lesung und Gespräch mit Daniel Odija (Polen), Christian Nastal, Martina Lisa und Schamma Schahadat (EU-Projekt TransStar Europa)

Moderation: Claudia Dathe, EU-Projekt TransStar Europa (Tübingen)

Ort: Forum OstSüdOst, Halle 4, E 505

Sonntag, 15. März, 12.00 – 13.00 Uhr

Buchpräsentation und Diskussion: Majdan! Ukraine, Europa

Die ukrainische Autorin Natalka Sniadanko und der ukrainische Autor Serhij Zhadan stellen gemeinsam mit der Grünen-Politikerin Rebekka Harms das Buch Majdan! Ukraine, Europa vor und diskutieren über die aktuelle politische Situation im Land.

Lesung und Gespräch mit Serhij Zhadan (Charkiw), Natalka Sniadanko (Lwiw), Rebekka Harms (Brüssel)

Moderation: Sofia Onufriv, EU-Projekt TransStar Europa (Berlin)

Ort: Forum OstSüdOst, Halle 4, E 505


Übersetzer des Monats

Im März 2014 lesen Sie auf der Internetseite von TransStar ein Porträt des deutschen Übersetzers Andreas Tretner, der aus dem Tschechischen, Russischen und Bulgarischen übersetzt. Den Artikel finden Sie in der Rubrik Übersetzer des Monats.

Die TransStar-Teilnehmerinnen auf der Leipziger Buchmesse

Martina Lisa, geboren und aufgewachsen in der Tschechoslowakei, studierte Geschichte und Deutsch als Fremdsprache an der Uni Leipzig. Durch zahlreiche Reisen und längere Arbeitsaufenthalte als DaF- Lektorin in vor allem östlichen Ländern (Aserbaidschan, Russland, Tadschikistan) und durch die Sozialisierung in Tschechien und Deutschland gehört das Sich-Bewegen und Vermitteln zwischen verschiedenen Kulturen zu  den festen Grundsteinen auf ihrem Lebensweg.  Seit ihrem Studium übersetzt sie regelmäßig, hauptsächlich geisteswissenschaftliche Texte, ins Deutsche. Durch das Übersetzen von Literatur möchte sie zwei Welten verbinden: die ihrer Wurzeln, und die, in der sie lebt. Ihre neuesten Literaturentdeckungen sind: Jakuba Katalpas „Němci“, Jiří Hájíčeks „Rybí krev“ Hana Androníkovás „Zvuk slunečních hodin“ und die Gedichte von Ondřej Buddeus.

Magda Włostowska hat von 2004 bis 2012 Politikwissenschaften, Ost- und Südosteuropawissenschaften sowie Polonistik an der Universität Leipzig studiert. Während des Studiums verschiedene Praktika und Tätigkeiten, u.a. bei der Heinrich-Böll-Stiftung Warschau und in der Forschungsgruppe „Wege der Rechtsfindung“ am Institut für Slavistik der Universität Leipzig. Danach am Geisteswissenschaftlichen Zentrum für Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig tätig. Seit 2010 ist sie staatlich geprüfte Übersetzerin für Polnisch. Im Rahmen des TransStar-Projektes übersetzt sie aus dem Roman „Dzidzia“ von Sylwia Chutnik.

Sofia Onufriv, geboren in Lwiw. Studierte Germanistik und Verlagswesen in Lwiw. Seit einigen Jahren ist sie freiberufliche Dolmetscherin und Übersetzerin, Kulturmanagerin und -vermittlerin sowie Reiseleiterin (www.eol-reisen.de). Sie übersetzte Juri Andruchowytschs Mein Europa ins Deutsche und Thomas Brussig ins Ukrainische. Mitglied im Übersetzerverein „Translit“ e.V. (www.translit-portal.de). Sie lebt in Berlin und Lemberg.

Maja Konstantinović, geboren in Vukovar. 1993 Flucht nach Bruchköbel, Hessen. Studium der Slavistik und Politikwissenschaft in Tübingen, derzeit Studentin im Masterstudiengang Literatur- und Kulturtheorie. 2008 war sie Teilnehmerin bei „Translators in Residence“, einem Projekt  des slavischen Seminars der Universität Tübingen. 2009 sammelte sie erste Erfahrungen beim Übersetzen durch die Übertitelung des Thaterstücks „Sieben Tage in Zagreb“ von Tena Štivičić, das im Rahmen des Theaterprojekts „Orient-Express“ am Staatstheater Stuttgart aufgeführt wurde.

Katharina Kowarczyk, geboren bei Katowice/Polen. Studium der Polonistik und Philosophie an der Universität Hamburg. Ihre Magisterarbeit „Analysen zur polnisch-deutschen Literaturübersetzung – Ignacy Karpowiczs Balladyny i romanse“ wurde 2012 mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen in Deutschland ausgezeichnet. Übersetzerin aus dem Polnischen. Lebt seit 1989 in Hamburg.

Die TransStar-Übersetzer und Übersetzerinnen des Bandes „Majdan! Ukraine, Europa“

Constanze Aka studiert Osteuropastudien mit der Fächerkombination Kultur und Geschichte an der Freien Universität Berlin. Zuvor absolvierte sie ihren Bachelor in European Studies an der Universität Passau und machte einen Abstecher in die Welt der Kultur- und Bildungsprojektorganisation. Sie verbrachte zwei Semester als Studentin und Freiwillige an der Ukrainischen Katholischen Universität in Lviv und befindet sich viel auf Reisen, am liebsten in Brasilien, Polen, Russland und der Ukraine.

Stefan Heck, geboren 1987 in São Paulo, Brasilien, seit 1990 in Deutschland. Er hat in Tübingen und Warschau Slavistik und BWL studiert. Neben seiner Hauptsprache, dem Polnischen, verliebte er sich 2009 auf einem Sommerkurs ins Ukrainische. Seit 2013 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Slavischen Seminar der Universität Tübingen und promoviert dort zum Aspekt in den slavischen Sprachen.

Nina Hawrylow wurde 1988 in Salzburg geboren und lebt in Wien. Von 2008 bis 2013 studierte sie Ukrainistik und Germanistik an der Universität Wien und der Taras Schewtschenko Universität Kiew. 2012 führte sie in Kiew eine soziolinguistische Untersuchung durch, aus der später ihre Abschlussarbeit entstand. Seit März 2013 studiert sie „Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ in Wien.

Sofia Onufriv siehe Teilnehmerinnen Leipziger Buchmesse.

Weitere Informationen zum Projekt fortlaufend unter: www.transstar-europa.com oder auf unserer Facebookseite transstar-europa.

Der Newsletter in der jeweiligen Landesprachen ist als Download abrufbar:

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Programm für lebenslanges Lernen
der Europäischen Union

Newsletter TransStar Europa 01/2014

31. 12. 2013

Übersetzungswürfel und mehr: Das Projekt TransStar Europa im  neuen Jahrtransstar Logo

Übersetzungswürfel – Literarisches Übersetzen als Kunst

TransStar Europa hat das Projekt Übersetzungswürfel – sechs Seiten europäischer Literatur und Übersetzung ins Leben gerufen, das die Kunst des literarischen Übersetzens in den Blick nimmt und einem breiten Publikum präsentiert. Von Januar 2014 bis Herbst 2015 finden in Krakau, Stuttgart, Ljubljana, Tübingen, Prag und Berlin sechs mehrtägige Veranstaltungsreihen rund um die Kunst des literarischen Übersetzens statt.

Zum Auftakt rollt der Übersetzungswürfel nach Krakau. Vom 16. bis 18. Januar finden an verschiedenen Orten in Krakau Lesungen, Diskussionen und Präsentationen zum literarischen Übersetzen statt.

Am 16. Januar macht sich Yoko Tawada (Berlin) in der Veranstaltung Wo Europa anfängt mit ihren Übersetzerinnen Ines Hudobec (Kroatisch), Magdalena Lewandowska (Polnisch) und Olha Krawtschuk (Ukrainisch) auf den Weg durch Europa und Japan und zeigt, wie Ideen, Sprachen und Texte aus Kulturen erwachsen und mit ihnen verwachsen.

Am 17. Januar findet im Goethe-Institut Krakau ein Nachmittag rund um das literarische Übersetzen statt. Ryszard Wojnakowski (Krakau) spricht über die Asymmetrien beim Übersetzen in große und kleine Sprachen, Übersetzerinnen und Übersetzer aus dem EU-Projekt TransStar Europa zeigen und kommentieren für das Publikum Dinge, die es anderswo nicht gibt. Jurko Prochasko (Lwiw), literarischer Übersetzer aus dem Deutschen ins Ukrainische, und Dorota Stroińska (Berlin), literarische Übersetzerin ins Polnische, übersetzen mit dem Publikum gemeinsam Goethes Wahlverwandtschaften und demonstrieren den Prozess vom Lesen des ersten Satzes über die Suche nach brauchbaren Formulierungen bis hin zur fertigen Textpassage. Am Abend spielen und rezitieren Ulrike Almut Sandig und Marlen Pelny (beide Berlin) im Małopolski Ogród Sztuki Dichtung für Freunde der Popmusik.

Neue deutsche Prosa in polnischer Übersetzung wird am Samstag, den 18. Januar, von den TransStar-Übersetzern und –Übersetzerinnen im Café Czuły Barbarzyńca vorgetragen. Zu Gehör kommen Texte von Peter Licht, Zsuzsanna Gahse, Jenny Erpenbeck und Svenja Leiber. Am Abend liest Sylwia Chutnik (Warschau) aus ihrem Roman Dzidzia und diskutiert mit ihren Übersetzerinnen Magda Wlostowska und Zofia Sucharska.

Das genaue Programm des Krakauer Übersetzungswürfels finden Sie hier.

Das Projekt Übersetzungswürfel – sechs Seiten europäischer Literatur und Übersetzung wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, dem Programm für lebenslanges Lernen der Europäischen Union und der Robert Bosch Stiftung.

Netzwerktreffen TransStar Januar 2014

Zeitgleich zum „Übersetzungswürfel“ findet in Krakau das erste Netzwerktreffen des EU-Projekts „TransStar Europa“ statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Grundlagenschulung im europäischen Kulturmanagement. Auf dem Programm stehen eine Einführung in das Kulturmanagement von Antje Contius (Berlin), Amalija Maček (Ljubljana) und Alida Bremer (Münster), ein Workshop zur Literaturvermittlung mit Renata Serednicka (Krakau), ein Workshop zur Zusammenarbeit von Verleger und Übersetzer mit Norbert Wehr (Köln) und Alida Bremer (Münster), eine Werkstatt zur Rolle des Übersetzers im Literaturmarkt mit Iwona Nowacka (Krakau) und eine Gruppenarbeit zur Erarbeitung von Verlagsgutachten unter der Leitung von Kristina Kallert (Regensburg), Daniela Kocmut (Graz) und Claudia Dathe (Tübingen).

Publikationen

Im Novemberheft der Zeitschrift LICHTUNGEN sind die aktuellen Übersetzungen aus dem TransStar-Projekt zu lesen. Magdalena Becher präsentiert ihre Übersetzung der Erzählung Emil des tschechischen Autors Jan Balabán. In Sommerliches Kriegstagebuch zeigt der kroatische Autor Vladimir Stojsavljević die Tristesse Zagrebs im Jahr 1991. Übersetzt wurde der Auszug von Evelyn Sturl. Mit der jüngeren Geschichte des Balkans setzt sich ebenfalls der Roman Jugoslawien, mein Land des slowenischen Autors Goran Vojnović auseinander, dessen Auszug für Lichtungen von Franziska Mazi übersetzt wurde. Marlena Breuer stellt den phantasmagorischen Roman Bestiarium des polnischen Autors Tomasz Różycki in ihrer Übersetzung vor. Der Essay Levels of Lviv von Jurij Izdryk (Ukraine), übersetzt von Constanze Aka, führt den Leser ins ostgalizische Lemberg, das von einer fortschreitenden Epidemie vollkommen entstellt ist.

Übersetzer des Monats

Im Januar 2014 lesen Sie auf der Internetseite von TransStar ein Porträt des slowenischen Übersetzers Janez Gradišnik. Den Artikel finden Sie unter der Rubrik Übersetzer des Monats.

Literaturhaus Stuttgart – unser neuer TransStar-Partner

Mit dem Beginn des neuen Jahres übernimmt unsere Kooperationspartnerin Dr. Stefanie Stegmann die Leitung des Literaturhauses Stuttgart. Dazu gratulieren wir ihr herzlich.

Mit ihrem Wechsel bekommt das Projekt TransStar Europa einen neuen Kooperationspartner. Das Literaturhaus Stuttgart ersetzt ab Januar das Literaturbüro Freiburg und wird im Herbst 2014 die nächsten Übersetzungswerkstätten ausrichten und zweite Station des Übersetzungswürfels sein.

Die Übersetzerinnen und Übersetzer aus LICHTUNGEN

Magdalena Becher

Magdalena Becher (*1982) studierte Politikwissenschaft und Bohemistik in Regensburg und Brünn. Nach Praktika im Kontaktbüro der Brücke/Most-Stiftung in Prag und dem Konsulat der Tschechischen Republik in Düsseldorf arbeitet sie seit Januar 2012 als Programmkoordinatorin im Tschechischen Zentrum Düsseldorf und organisiert  Veranstaltungen in verschiedenen Kultursparten (Film, Literatur, Musik, Theater etc) mit einem Bezug zu Tschechien.

Evelyn Sturl

Evelyn Sturl (*1991) studiert in Graz. Nach dem Bachelorstudium „Transkulturelle Kommunikation“ setzte sie die intensive Auseinandersetzung mit Sprachen und Kulturen im Masterstudium „Übersetzen“ in Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und in Italienisch fort.  Aus anfänglicher, reiner Neugier für den südosteuropäischen Raum wurde eifriges Interesse, woraus im Weiteren eine regelrechte Liebe zum „Serbokroatischen“ entstand. Durch mehrmalige Aufenthalte in Serbien, Kroatien und Bosnien sowie durch einschlägige Praktika, wie etwa der Mitarbeit am Austrijski Institut in Belgrad, wuchs unter anderem ihre Begeisterung für die Literatur der ex-jugoslawischen Länder.

Franziska Mazi

Franziska Mazi studierte Slawistik und Anglistik an der Universität Basel mit dem Schwerpunkt Südslawistik und absolvierte Auslandstudiensemester in St. Petersburg und Split. Seit 2013 schreibt sie für eine Kulturzeitschrift in Basel und geht kleineren Übersetzungstätigkeiten ins Deutsche und Englische nach. Seit April 2013 ist sie Mitglied der TransStar-Übersetzungsgruppe Slowenisch-Deutsch unter der Leitung von Daniela Kocmut. Ihr derzeitiges Übersetzungsprojekt ist der Roman von Goran Vojnović Jugoslavija, moja dežela, 2012.

Constanze Aka

Constanze Aka studiert Osteuropastudien mit der Fächerkombination Kultur und Geschichte an der Freien Universität Berlin. Zuvor absolvierte sie ihren Bachelor in European Studies an der Universität Passau und machte einen Abstecher in die Welt der Kultur- und Bildungsprojektorganisation. Sie verbrachte zwei Semester als Studentin und Freiwillige an der Ukrainischen Katholischen Universität in Lviv und befindet sich viel auf Reisen, am liebsten in Brasilien, Polen, Russland und der Ukraine.

Marlena Breuer

Marlena Breuer (*1985) absolvierte nach dem Abitur eine Schreinerlehre und arbeitete als Instrumentenbauerin. Seit 2009 studiert sie Slavistik an der Uni Tübingen. Im Laufe des Studiums entdeckte sie im Rahmen des Projektes Textabdrücke – literarisches Übersetzen an der Uni Tübingen ihre Leidenschaft fürs Übersetzen literarischer Texte, erst aus dem Russischen, später aus dem Polnischen. Im Herbst 2012 kam in diesem Rahmen unter der Leitung von Andreas Tretner die Übersetzung eines Märchens, Der gefräßige Schuh von Alexej Tolstoj zustande, das noch auf seine Veröffentlichung wartet.

Weitere Informationen zum Projekt fortlaufend unter: www.transstar-europa.com oder auf unserer Facebookseite Transstar-Europa.

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Newsletter TransStar Europa 02/2013

20. 9. 2013

Was gibt’s Neues bei TransStar?

Lokale Werkstätten und Lesungen im Herbst

Am 11. und 12. September fand die erste Herbst-Werkstatt von TransStar statt. Die deutsch-ukrainische Gruppe kam mit ihrem Leiter Jurko Prochasko in Lemberg zusammen. Diskutiert wurden Übersetzungen von Ralf Rothmann, Yoko Tawada, Silke Scheuermann und Felicitas Hoppe. Die Gruppe ließ sich von der legendären Kaffeehausatmosphäre der Stadt inspirieren und besuchte Veranstaltungen der Lemberger Buchmesse, die zeitgleich stattfand.

Bis Dezember treffen sich die anderen TransStar-Arbeitsgruppen mit ihren Werkstattleitern in verschiedenen europäischen Orten, unter anderem in Bern, Ljubljana, Zagreb, Graz, Berlin und Dominikowo. Die nächste Werkstatt veranstaltet die deutsch-polnische Gruppe mit ihrer Leiterin Sława Lisiecka am 28. und 29. September in Berlin.

Am 25. November stellen die Übersetzerinnen und Übersetzer der tschechisch-deutschen Gruppe in einer Lesung am Institut Literaturübersetzen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die tschechischen Autoren Jan Balabán, Jakoba Katalpa, Michal Ajvaz und Alena Zemančiková vor. Ihre Arbeitsgruppe tagt in Düsseldorf unter Leitung von Kristina Kallert.

Erste Übersetzungen publiziert

Im Septemberheft der Zeitschrift LICHTUNGEN sind die ersten Übersetzungen zu unserem Projekt erschienen. Sie lesen über die Lebenswirren des volksdeutschen Lukan in Kroatien in einem Auszug aus dem Roman Die Begegnung von Ludwig Bauer in der Übersetzung von Paul Gruber, Sie finden das Gedicht Fick dich, Ginsberg von Katja Perat, aus dem Slowenischen von Daniela Trieb. Sie lernen ein Stück Ukraine kennen in dem Auszug aus dem Essay Hotel Ukrajina von Jurij Izdryk, übersetzt von Sofia Onufriv, die Erzählung Wie ein Obdachloser von Alena Zemančíková, aus dem Tschechischen übersetzt von Daniela Pusch führt ins Prag der Nachkriegszeit, im Auszug aus Ignacy Karpowiczs Roman Balladynen und Romanzen, aus dem Polnischen übersetzt von Katharina Kowarczyk, begegnen Sie Jesus und den Göttern der Antike im 21. Jahrhundert.

Rund ums Übersetzen

Seit Mai 2013 ist die Internetseite von TransStar online. Sie finden die Seite unter: www.transstar-europa.com.

Auf der Seite gibt es Informationen zum Projekt und den Akteuren sowie Veranstaltungshinweise und -berichte. Eine weitere Rubrik ist dem Übersetzer des Monats gewidmet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von TransStar stellen in jedem  Monat einen anderen Übersetzer vor. So entsteht ein buntes Mosaik der literarischen Übersetzerinnen und Übersetzer in Europa. Im Monat September lesen Sie ein Porträt des kroatischen Übersetzers Sead Muhamedagić, der unter anderem Thomas Bernhard ins Kroatische übertragen hat.

Ebenfalls auf der Internetseite unter http://transstar-europa.com/category/blog/ erfahren Sie in unserem Blog Wissenswertes rund um das literarische Übersetzen in Theorie und Praxis, so schreibt Janko Trupej in seinem neuesten Beitrag zu Ciceros‘, Hieronymus‘ und Luthers Ansichten zum Übersetzen.

Der Forum-Bereich steht sowohl den TeilnehmerInnen und der WerkstattleiterInnen als auch dem interessierten Publikum zur Verfügung; hier kann man sich zu verschiedensten Themen, die mit der Literatur und dem Übersetzen zusammenhängen, austauschen.

Lohnenswert ist auch der Besuch unserer Facebook-Seite. Hier gibt es neben Informationen über die Tätigkeit unserer TeilnehmerInnen und Fotos  insbesondere jede Menge aktuelle Ausschreibungen – für Stipendien im Bereich Übersetzen und Kulturaustausch, für Stellen im akademischen Bereich und andere transkulturelle Aktivitäten.

Hieronymus-Tag am 30. September

Am 30. September begehen wir den Hieronymus-Tag. Der heilige Hieronymus wurde um 347 vermutlich irgendwo im südöstlichen Europa geboren geboren; nach dem Studium der Literatur und Philosophie in Rom lernte er als Eremit Hebräisch. Später zog er sich in ein Kloster zurück, wo er die Übersetzung und Zusammenstellung der biblischen Bücher vornahm. Die von Hieronymus vorgenommene Gesamtfassung, Anordnung und Übersetzung ins Lateinische ist die Bibelabschrift, die später Vulgata genannt wurde und – zumindest für die katholische Kirche – noch heute die verbindliche lateinische Fassung der Bibel.  Daher ist Hieronymus der Patron der Übersetzer.

Zum Hieronymus-Tag am 30. September gibt es auf der Internetseite einen kleinen Wettbewerb. Machen Sie mit und gewinnen Sie einen Wandkalender für 2014.

Publikationen unserer Werkstattleiterinnen und -leiter im letzten Halbjahr (Auswahl)

Daniela Kocmut

  • Zofka Kveder. Ihr Leben. (Njeno življenje), (Roman) für die Reihe Slowenische Bibliothek, ein Gemeinschaftsprojekt der Verlage Drava, Hermagoras und Wieser, März 2013
  • Zenel Bejta Zeki. Dad so rovela? Oče, zakaj jočeš? Vater, warum weinst du?. (Lyrik, Publikation auf Slowenisch, Deutsch, Romani) Literaturgesellschaft Maribor, Juli 2013 (Reihe Zbirka Mariborska literarna družba; 62)

Olaf Kühl

  • Der wahre Sohn. Rowohlt, 2013.
  • Witold Gombrowicz. Berliner Notizen. Übersetzt und mit einem Vorwort versehen. Edition fototapeta, 2013.

Alida Bremer

Kristina Kallert

Claudia Dathe

Matthias Jacob

Andy Jelčić

  • W.G. Sebald. Prema prirodi. (Nach der Natur) Vuković & Runjić, Zagreb, 2013.
  • Robert Musil. Čovjek bez osobina 2, (Der Mann ohne Eigenschaften) Fraktura, Zaprešić, 2013.

Radovan Charvát

Sława Lisiecka

Die Übersetzerinnen und Übersetzer aus LICHTUNGEN

Paul Gruber

Geboren 1984 in Graz, Studium Bosnisch, Serbisch, Kroatisch auf Lehramt, Auslandssemester und Tätigkeit als Sprachassistent für Deutsch in Belgrad, erste literarische Übersetzungen während des Sommerkollegs in Premuda.

Daniela Trieb

Bachelorstudium der Slavistik und Germanistik in Tübingen.  Masterstudium der Slowenistik in Graz. Auslandsaufenthalt in Ljubljana. Teilnahme am Sommerkolleg „Literarisches Übersetzen Slowenisch-Deutsch“ des ITAT Graz sowie am Workshop „Literarisches Übersetzen aus dem Slowenischen ins Deutsche“ der Universität Hamburg.

Sofia Onufriv

Geboren 1970 in Lwiw/Lemberg. Studierte Germanistik und Verlagswesen in Lwiw. Freiberufliche Dolmetscherin und Übersetzerin, Kulturmanagerin und -vermittlerin sowie Reiseleiterin (www.eol-reisen.de). Mitglied im Übersetzerverein „Translit“ e.V. (www.translit-portal.de).

Daniela Pusch

Geboren 1978 in Karlovy Vary in der Tschechoslowakei und in Deutschland aufgewachsen. Studium der Slawistik und der Medienwissenschaft in Marburg, Moskau und Brünn. Seit 2004 lebt sie mit ihrer Familie in Düsseldorf. Sie arbeitet sie als Stadtführerin, unterrichtet Sprachen und liest ehrenamtlich Kindern fremdsprachige Geschichten vor.

Katharina Kowarczyk

1982 bei Katowice/Polen geboren. Studium der Polonistik und Philosophie an der Universität Hamburg. Ihre Magisterarbeit „Analysen zur polnisch-deutschen Literaturübersetzung – Ignacy Karpowiczs Balladyny i romanse“ wurde 2012 mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen in Deutschland ausgezeichnet. Übersetzerin aus dem Polnischen. Lebt seit 1989 in Hamburg.

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