Lesen für die Ukraine (X.)

Ostap Slyvynsky (aus dem Band "Adam", Meridian Czernowitz 2012), 19. März 2014
19. 3. 2014

Остап Сливинський

збірка поезій «Адам», Чернівці: Meridian Czernowitz 2012.

* *

Ми проїхали місто, повне подарункових вогнів.
І тепер, коли майже все світло позаду, я просто прошу тебе
Приручити мені якусь тварину і навчити мене гратися з нею.

Я волів би бути її швидкоплинним тілом.
Їхати, співаючи, наосліп, як п’яний велосипедист у зливу,
Коли він у незв’язній клятві б’є себе в серце і слухає, як воно гуде.

Волів би підніматися з нею на мокру палубу і шукати тебе очима,
Смішний, як іграшковий вулкан, що бризкає малиновим соком.
Волів би повернути все, трохи змінити нахил вітрил і мчати

Під старою примарною назвою, і викидати на берег радісні перли.
Проте вертаюся і засинаю, встромившись носом у купку теплих
Клітин: яке світло осідає на сонній шерсті, у яку красу витікає

звичайне земне життя!

Ostap Slyvynsky

aus dem Band “Adam”, Meridian Czernowitz 2012

* *

Wir durchfuhren eine Stadt voller Geschenkfeuer.
Und jetzt, wo fast alles Licht zurück liegt, möchte ich dich bitten
Mir ein Tier zu zähmen und mir zu zeigen, wie man mit ihm spielt.

Ich möchte gern sein flüchtiger Körper sein.
Fahren, singend, blindlings, wie ein betrunkener Radler im Regen,
Der sich wirr fluchend ans Herz greift und lauscht, wie es schlägt.

Ich möchte gern mit ihm aufs Deck steigen und dich mit Blicken suchen,
Lustig wie ein Spielzeugvulkan, der Himbeersaft spuckt.
Ich möchte gern alles wenden, die Neigung der Segel korrigieren  und davonjagen

Unter dem alten geisterhaften Namen und fröhliche Perlen ans Ufer werfen.
Doch ich kehre zurück und schlafe ein, bohre meine Nase in einen Haufen warmer
Zellen: was für ein Licht setzt sich in das schläfrige Fell, in welche Schönheit mündet

das gewöhnliche irdische Leben!

(Claudia Dathe)

-

One Response to Lesen für die Ukraine (X.)

  1. Alenka Lavrin
    29. 3. 2014 at 11:43 am

    Slowenische Übesrsetzung:

    * *

    Peljali smo se skozi mesto, polno podarjenega ognja.
    In zdaj, ko ni več skoraj nobene luči, bi te prosil,
    da mi udomačiš žival in mi pokažeš, kako se z njo igra.

    Rad bi bil njeno bežno telo.
    Se vozil, pel, na slepo, kot pijan kolesar v dežju,
    ki zmedeno preklinja, ko se prime za srce in posluša, kako bije.

    Rad bi z njo stopil na krov in te iskal s pogledom,
    zabavno kot model vulkana, ki bruha malinovec.
    Rad bi vse obrnil, popravil nagib jadra in oddrvel

    pod starim srhljivim imenom ter metal vesele bisere na breg.
    A se vrnem in zaspim, vrtam si po nosu po kupu toplih
    celic: kakšna luč se je ujela v zaspani kožuh, v kakšno lepoto se zliva

    običajno zemeljsko življenje!

    (Alenka Lavrin)

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