Lokaltreffen der deutsch-ukrainischen Gruppe im Mai

Zhytomyr , 15. Mai 2014
30. 5. 2014

Am 15. und 16. Mai 2014 fand die Übersetzungswerkstatt der deutsch-ukrainischen Gruppe in Zhytomyr statt

Die deutsch-ukrainische Gruppe hat immer für den unmittelbaren Gedankenaustausch und eine gemeinsame Arbeit an den komplizierten Textstellen bei der Übersetzung plädiert und sich deswegen wieder einmal für eine Übersetzungswerkstatt zusammengefunden. Diesmal ging es nach Zhytomyr. Zwei Tage, am 15. und 16. Mai, feilten die ProjektteilnehmerInnen im Brecht-Zentrum am Institut für Fremdsprachige Philologie der Staatlichen Iwan-Franko-Universität Zhytomyr an ihren frisch übersetzten Texten der zeitgenössischen deutschsprachigen AutorInnen. Unter der erfahrenen Betreuung von Jurko Prokhasko setzten sich die TransStar-ÜbersetzerInnen mit den Herausforderungen auseinander, die jeder wertvolle literarische Text in Übefülle anbietet. Ob Floskeln aus der simplen Alltagsrede der Jugendlichen oder Brocken gehobener Sprache eines Stehkragenproleten, ob eine höchst lakonische, hermetische Schwerpunktsetzung oder eine ausschweifende, mit Satzperioden trapezierte Erzählweise – alles fand Berücksichtigung in den Diskussionen, die stets auf eine manchmal an die schauspielerische Darstellung grenzende Interpretation gerichtet waren.

Die Übersetzungswerkstatt fand im Rahmen der alljährlichen Konferenz für Sprach- und Übersetzungswissenschaft an der Staatlichen Iwan-Franko-Universität statt. Bei dieser Konferenz konnten die TransStar-TeilnehmerInnen nicht nur einige Vorträge zur Übersetzungstheorie hören, sondern auch das eigene Übersetzungsprojekt „TrasStar“ präsentieren. Eine besondere Beachtung fand der Vortrag von Jurko Prokhasko „Wozu der Übersetzer?..“, wo er über die Rolle der Übersetzung für die heutige ukrainische Gesellschaft sprach.

Die Übersetzungswerkstattteilnehmer besuchten das literarische Museum und besichtigten die Ausstellung zum Werk und Leben eines der berühmtesten ukrainischen Übersetzer Borys Then, der einst Homers „Ilias“ und „Odyssee“ ins Ukrainische übertragen und in Zhytomyr an der Universität unterrichtet hat. Man hatte auch Gelegenheit, sich auch kurz mit der Stadt Zhytomyr bekannt zu machen, denn für die meisten war es der erste, aber will man hoffen nicht der letzte Zhytomyrbesuch.

Hier finden Sie einige Fotos.
                                                                                       von Mykola Lipisivitskyi

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